Strandreiten in Conil de la Frontera

Reiten am Meer

Ich bin wieder zurück aus meinem Urlaub in Andalusien und hatte die Möglichkeit für zwei Stunden am Strand entlang zu reiten. Unser Hotel befand sich im Ort Conil de la Frontera in der Region Cadiz an der Costa de la Luz. Glücklicherweise gab es gleich mehrere Reitschulen bzw. Reitställe in der näheren Umgebung. Ich buchte meinen Ausflug bei Andrea und ihrer Picadero Fuente del Gallo, die sich ca. einen Kilometer von unserem Hotel entfernt befand.

Einen Tag vor dem geplanten Ausritt besuchte ich den Reitstall mit etwa 10-15 Pferden, der nur wenige Meter vom Strand weg liegt. Neben den andalusischen Hengsten, die die Besitzer von jung an selbst einreiten, gibt es auch ein paar Hunde. Die Anlage ist sehr schick dekoriert und im andalusischen Stil gehalten. Die Pferde stehen in Boxen, die sich um einem Innenhof herum verteilen. Es gibt auch eine kleine Reithalle und Außenkoppeln. Die Mitarbeiter des Reitstalls sprechen deutsch, sodass es keine Verständnisschwierigkeiten gab.

Doch nun genauer zum Ausritt selbst: Für 50 EUR kann man bei der Picadero Fuente del Gallo für 2 Stunden Ausritte buchen. Je nach Ebbe und Flut gehen die Ausritte an den Strand oder in den Pinienwald an der Küste. Ich hatte Glück und konnte die volle Zeit am Strand genießen. Bevor es losging, ritten wir für etwa 10 Minuten in der Reithalle, damit man ein Gefühl für das Pferd bekommt. Danach ging es über eine Straße und etwa 400 Meter einen Weg zum Meer hinunter und anschließend in den weichen Sand hinein. Ich war mit Andrea alleine unterwegs und da wir beide andalusische Hengste ritten, musste ich etwa 2-3 Meter hinter ihr reiten, damit sich die Pferde nicht in die Quere kommen. Mit dem Abstandhalten hatte ich kein Problem, da mein Pferd eher langsam war und ich mehr treiben als es zurückhalten musste. Neben viel Schritt und Trab sind wir auch zweimal galoppiert. Leider konnten wir nur bis zum Ende des Ortes Conil reiten, da dort ein Fluss ins Meer mündet und dieser noch zu viel Wasser führte, sodass wir ihn nicht überqueren konnten. Dafür ritten wir noch weiter in die andere Richtung, vorbei an steilen Felswänden und Richtung Hafen. Wenn sich das angespülte Wasser dem Pferd näherte, wich es immer ein bisschen aus – vermutlich war der Atlantik auch für die Pferde noch recht kühl. Nicht nur ich war vom Ausritt begeistert sondern auch die Strandspaziergänger, die uns begegneten. Manche fotografierten uns sogar und Kinder blieben begeistert stehen und schauten uns ewig hinterher. Insgesamt war der Strandritt ein tolles Erlebnis, auch wenn der frühe Wind im Frühling doch noch recht frisch ist.

Und wie reitet sich ein andalusischer Hengst?
Im Vergleich zu den deutschen Pferden, die ich bis jetzt geritten bin, reagierte mein spanisches Pferd sehr stark auf jegliche Bewegungen mit den Beinen oder den Händen. Nimmt man die Schenkel vom Pferd weg, so bleibt es stehen, zieht man zu stark an den Zügeln, dann läuft es gleich nach hinten. Um die Richtung zu bestimmten, legt man beide Hände auf die entsprechende Seite des Pferdes, die angezielt werden soll. Mein Pferd hörte auch gut auf die Stimme und die gängigen Antreibbewegungen. Nach einer kurzen Eingewöhnphase hatte ich den Hengst gut im Griff und für den Notfall war jeder von uns mit einer Gerte ausgestattet.

Strandausritt

Ich kann den Reitstall von Andrea allen weiterempfehlen, die reiten können und gerne einmal den Strand und das Meer vom Rücken eines Pferdes aus genießen möchten. Ihre Pferde sind wunderschön und spiegeln – genauso wie der ganze Reithof – die Eleganz Andalusiens wieder.

Reitstall Andalusien

Reisen ist meine Leidenschaft. Ich lasse mich gerne von verschiedenen Mentalitäten und Kulturen inspirieren. Egal ob Autoreisen oder mit dem Flugzeug, für mich ist bereits der Weg zum Urlaubsziel Teil der Reise. Zuhause unterhalte ich gerne unseren Hund oder probiere neue Rezepte in der Küche aus. Hier schreibe ich über alles, was mir im Leben begegnet und wovon ich begeistert bin.

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