Die ersten Wochen mit unserem Cockapoo

Kategorien Hundewelt
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Barkley wohnt jetzt schon fast zwei Monate bei uns – Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen, wie die ersten Wochen mit Welpe verlaufen sind.

Bevor wir unseren kleinen Cockapoo von der Züchterin abgeholt haben, habe ich viel über Welpen, Hundeerziehung, richtige Nahrung etc. gelesen. Theoretisch klingen die ganzen Vorbereitungen und Regeln, an die man sich halten muss, damit der Kleine auch zu einem braven und ausgeglichenen Vierbeiner heranwächst, sehr kompliziert und aufwendig. Kurz vorab: Ich habe mir die ersten Wochen stressiger und nervenaufreibender vorgestellt als sie tatsächlich waren.

Vorbereitungen Zuhause

Doch nun zurück zum Anfang – nach einer längeren Heimfahrt von Hessen nach Bayreuth, hat Barkley neugierig sein neues Zuhause inspiziert. Er wirkte sehr aufgeweckt und zeigte keine Spur von Unsicherheit oder Angst. Wir haben ihn alle Räume entdecken lassen und gaben ihm immer wieder Streicheleinheiten, wenn er zu uns kam. Die Steckdosen, die sich in seiner Reichweite befanden, habe ich vorher mit Klebeband abgedeckt und giftige Flüssigkeiten, wie Wasch- oder Putzmittel in sicherer Entfernung verstaut. Wir haben keine Pflanzen auf dem Boden stehen, wer welche hat, sollte sie am Anfang entweder nach oben stellen, oder den Hund nur unter Beobachtung in die Nähe lassen. Unseren erst vor kurzem angeschafften Flauschteppich haben wir für die ersten Tage in Sicherheit gebracht, aus Angst, Barkley könnte darauf pinkeln. Alles andere haben wir in unserer Wohnung belassen, wie es vorher war. Denn schließlich soll er sich ja mit allem vertraut machen können und sich auch in anderen Häusern wohlfühlen.

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Die erste Nacht

Wir kamen am Nachmittag in Bayreuth an, sodass Barkley noch genug Zeit hatte, seine neue Umgebung ausführlich kennenzulernen, bevor es ins Bett ging. Um ca. 18Uhr habe ich ihm noch einmal Futter gegeben und anschließend das Wasser weggestellt. Zum Schlafen haben wir ihn in eine Hundebox gelegt. Dies hat mehrere Vorteile: Erstens kann der Welpe nachts nicht frei herumlaufen und möglicherweise gefährliche Sachen anstellen, zweitens fängt er zu fiepsen an, wenn er auf Toilette muss und drittens kann man ihn mit ins Schlafzimmer nehmen ohne, dass er nachts aufs Bett hinauf hüpfen kann. Mit Hilfe der Box hat Barkley nachts nie in die Wohnung gepinkelt. In den ersten drei Nächten bin ich ca. alle 3-4 Stunden mit ihm raus (er fing zu jammern an, davon wird man auf jeden Fall wach), ab der 4. Nacht hat er bis früh durchgeschlafen und macht das jetzt immer noch. Ich weiß bis heute nicht, ob der starke Regen in der 3. Nacht dazu beigetragen hat, dass er nachts lieber nicht mehr raus möchte, da es kalt und ungemütlich ist, oder ob er einfach schnell verstanden hat, dass die Nacht zum Schlafen gedacht ist. Wichtig ist nur, konsequent zu bleiben, ihn nach dem Pinkeln sofort wieder in die Box zu legen und nicht nachts anfangen mit ihm zu kuscheln und zu spielen. Dann verstehen Hunde sehr schnell, dass nachts Ruhe angesagt ist.

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Zum Thema Stubenreinheit

Ganz klar, die ersten Tage hat auch Barkley in die Wohnung gepinkelt. Zweimal hat er auch sein großes Geschäft innen erledigt. Inzwischen äußert er sich auch tagsüber, wenn er auf Toilette muss (entweder stellt er sich an die Eingangstür oder er fängt zu jammern an und quengelt wie ein Baby). Man sollte unbedingt von Anfang an den Hund nach jedem Pinkeln außerhalb der Wohnung extrem stark loben. Somit versteht er sehr schnell, dass er nur außen in die Wiese pinkeln soll. Wenn er in die Wohnung macht, dann muss man so schnell es geht mit ihm vor die Tür und ihn dort in die Wiese setzen. Aufwischen sollte man erst anschließend, damit der Lerneffekt erhalten bleibt. Ich habe zusätzlich das Kommando „Mach Pipi“ eingeführt, das ich immer wieder sage, wenn er außen sein Geschäft macht. So kann man später einmal ihm signalisieren, dass er genau jetzt aufs Klo soll. Ich habe nicht mitgezählt, wie oft ich in der Wohnung wischen musste, aber die Anzahl nahm im Laufe der Wochen ab und irgendwann hat er verstanden, dass er nur außen sein Geschäft erledigen soll. Im Alter von 13 Wochen können Welpen angeblich bewusst den Drang zu pinkeln unterdrücken – ungefähr zu dieser Zeit hat auch Barkley aufgehört, ohne Vorwarnung in die Wohnung zu machen.

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Kleiner Tipp: Hunde suchen sich gerne eine weiche Stelle zum Pinkeln, deshalb sollte man wertvolle Teppiche lieber zur Seite räumen, solange der Hund noch nicht stubenrein ist. Am besten legt man ältere Handtücher aus, die man einfach waschen kann.

Kommandos und Verhalten des Welpen

Ich kann nur Positives über Barkleys Verhalten sagen: Er knabbert keine Tischbeine an, lässt die Tapete in Ruhe, legt sich, wenn wir am Arbeiten sind, neben uns und schläft und bettelt nicht, wenn wir essen. Dieses Verhalten hat er von Anfang an gezeigt. Wichtig ist, dem Welpen frühzeitig seine Grenzen zu zeigen: Versucht er etwas Verbotenes, sofort streng „Nein“ rufen und ihn böse anschauen. Macht er trotzdem weiter, dann sollte man ihn von der Stelle wegschieben und ihm eine Alternative (z.B. Spielzeug) anbieten. Je nach Charakter des Hundes, kann oder muss man etwas strenger sein als bei einem anderen Hund. Was Barkley wie wahrscheinlich jeder aufgeweckter Welpe liebt, ist Socken und Schuhe klauen. Ist er einen Moment unbeobachtet, stibitzt er sich gerne einen Schuh vom Flur und läuft mit ihm in seine Spielecke. Er weiß genau, dass er das nicht darf und macht sich ein Spiel daraus, wenn wir ihm quer durch die Wohnung hinterherrennen. Abgesehen von den Schuhen und Socken weiß er jedoch, welche Sachen ihm gehören und welche Tabu für ihn sind.

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An Kommandos beherrscht Barkley inzwischen Sitz, Platz, Hier, Pfoto und Gib-mir-5. Er lernt sehr gerne und schnell und braucht nicht für jedes Kommando ein Leckerli als Belohnung. Er gibt sich auch mit Lob und Streicheleinheiten zufrieden. Man sollte Kommandos immer wieder üben, wir besuchen eine Welpengruppe in der gezeigt wird, wie man dem Hund welches Kommando am besten beibringen kann.

Spaziergänge

Barkley liebt Felder und große Wiesen. Auf einer freien, übersichtlichen Fläche lassen wir ihn auch einmal von der Leine, sodass er rennen und tollen kann, wie er möchte. Da mit steigendem Alter auch die Neugier und Unabhängigkeit wächst, habe ich mir eine Schleppleine gekauft, damit ich die Sicherheit habe, dass er mir nicht weglaufen kann. In der Stadt läuft er an der Leine. An seiner Leinenführigkeit müssen wir allerdings noch arbeiten, im Moment erlebt er so viele Eindrücke, dass er sich leicht ablenken lässt und sehr unkoordiniert läuft. Doch mit ein bisschen Übung wird das auch noch klappen.

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Ich hoffe, mein Zwischenbericht war hilfreich für euch. Nach ein paar Monaten werde ich wieder ein Update geben, wie sich Barkley bis dahin weiterentwickelt hat und was wir noch alles erleben haben.

Reisen ist meine Leidenschaft. Ich bin gerne an verschiedenen Orten und lasse mich von der dortigen Mentalität und Kultur inspirieren. Egal ob Autoreisen oder mit dem Flugzeug, für mich ist bereits der Weg zum Urlaubsziel Teil der Reise. Zuhause unterhalte ich gerne unseren Hund oder probiere neue Rezepte in der Küche aus. Hier schreibe ich über alles, was mir im Leben begegnet und wovon ich begeistert bin.

3 Gedanken zu „Die ersten Wochen mit unserem Cockapoo

  1. Danke für diese netten Artikel, die mich in meinem Entschluss bestärken: Anfang 2021 werde ich mir wieder einen Wuschel holen, am liebsten genau so eine, in aprikot. Ich wünschte, ich könnte die Züchteradresse bekommen? Viel Freude noch mit Barkley !

  2. Hallo,

    ich habe soeben Deinen Artikel über Barkley gelesen.
    Wir möchten uns auch einen Cockerpoo kaufen und wohnen (die Welt ist so klein – LACH) auch in Bayreuth.

    Ich habe bereits mit einer Züchterin = Frau Hudalla – Kontakt aufgenommen.
    Wo hast Du denn Barkley bekommen? Kannst Du die Adresse empfehlen?
    Eine Rückinfo wäre ganz super … Viele Grüße Ulrike

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