Sowohl für Urlauber an der westlichen Costa del Sol als auch für Touristen an der Costa de la Luz lohnt sich ein Ausflug nach Tarifa. Mit dem Mietwagen ist man je nach Urlaubsort in weniger als einer Stunde in Tarifa, die Strecke führt dabei entlang der Küste und bietet wunderschöne Blicke auf das Meer.
Warum ist Tarifa einen Besuch wert?
Tarifa ist nicht nur irgendeine spanische Stadt, sondern die am südlichsten gelegene Stadt des europäischen Festlands. Nur 14 Kilometer Luftlinie trennt die Stadt – genauer gesagt die „Punta de Tarifa“ – vom afrikanischen Kontinent. Nirgendswo sonst liegen Afrika und Europa so eng beieinander. Die schmale Meeresenge grenzt gleichzeitig das Mittelmeer vom Atlantischen Ozean ab, sodass man hier gleich zwei Meere auf einmal zu sehen bekommt. Täglich verkehren Fähren zwischen Tarifa und Tanger, der marokkanischen Hafenstadt, die man von Tarifa aus sehen kann. Wer seinen Reisepass dabei hat, kann also Afrika für ein paar Stunden besuchen und am Abend wieder zurück nach Spanien fahren- die Fahrzeit mit dem Hochgeschwindigkeitskatamaran beträgt nur ca. 35 Minuten.
Sehenswürdigkeiten in Tarifa
Als Tourist muss man natürlich den Camino de la Isla de Las Palomas entlang laufen. Der befahrbare Damm verbindet das Festland mit der Isla de Tarifa (= Isla de Las Palomas), die aktuell leider nicht zugänglich ist. Der 150 Meter lange Camino kann als Trennlinie zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Mittelmeer gesehen werden. Auf der einen Seite ist das Wasser ruhig, auf der anderen toben riesige Wellen, die vor allem Kite- bzw. Surfer anlocken. Auf dem Damm ist es sehr windig und bei Unwetter kann es passieren, dass er zeitweise vom unruhigen Meer verschlungen wird und nicht passierbar ist. Kurz vor der Insel steht ein Hinweisschild, das die geographischen Gegebenheiten vor Ort erklärt (siehe Foto).
Unweit des Hafens von Tarifa liegt der Altstadtkern der Stadt, der zum geschützten Kulturgut erklärt wurde. Die engen Gassen, umgeben von mittelalterlichen Mauern, laden zum Spazieren ein. Direkt daneben befindet sich die Burg Castillo de Guzmán mit dem Bueno Tower aus dem 13. Jahrhundert. Von dort aus hat man einen fantastischen Blick auf das afrikanische Festland bzw. auf die marokkanische Küste und dem Berg Dschebel Musa.
Surfern geht am Strand von Tarifa das Herz auf: Meterhohe Wellen und endloser Sandstrand bieten hier die besten Bedingungen für actionreiche Moves. Für Zuschauer gibt es eine Strandbar, die sich in der Nähe des Camino befindet.
Gerne hätte ich an einer Walbeobachtung teilgenommen. Das Zusammentreffen der Wassermassen der beiden Ozeane schafft ein einzigartiges Ökosystem, das von vielen Meeresbewohnern aufgesucht wird. Mit viel Glück kann man hier neben Delfinen und kleineren Walen auch Orcas, Pottwale und Finnwale beobachten. Leider war der Seegang bei unserem Besuch zu stark, sodass unsere Tour nicht stattfinden konnte – das nächste Mal klappts hoffentlich.
Parken in Tarifa
Am besten parkt man das Auto entlang der Straße. Der Parkscheinautomat akzeptiert sogar Kreditkarten, sodass man auch ohne Kleingeld entsprechend lange parken kann. Hält man sich länger in Tarifa auf oder setzt sogar über nach Afrika, empfiehlt es sich, das Auto auf einem Parkplatz zu stellen, da man hier Tagestickets kaufen kann.
[…] Wir beginnen mit Anja, die uns zu einem Tagesausflug nach Tarifa einlädt. […]