Tipps zum Kauf einer gebrauchten Küche

Kategorien Lifestyle, Wohnen
Kueche aufbau

Für unsere neue Wohnung waren wir auf der Suche nach einer schönen, nicht allzu teuren Küche. Neue Küchen bekommt man kaum unter 1.000 EUR und hat man doch mal ein Angebot gefunden, sind sie nur mit günstigen, no-name Elektrogeräten ausgestattet. Hier muss man wahrscheinlich bereits nach 2-3 Jahren wieder Geld investieren, damit alles noch funktioniert. Da wir als gerade fertige Hochschulabsolventen leider kein Budget für eine mehrere tausend Euro teure Küche haben, hatten wir die Idee, eine gebrauchte, hochwertigere Küche zu kaufen. Bei Ebay-Kleinanzeigen sind wir schließlich fündig geworden: Dort wurde eine Markenküche für ca. 1.000 EUR angeboten (inklusive Bosch Geschirrspüler, Beko Einbaukühlschrank, Herd und Spüle). Nach wenigen Verhandlungsmails konnten wir die Küche für 850 EUR haben. Ein super Preis für eine Küche der Marke Prisma, die einen Neupreis von etwa 3.500 EUR hatte.

Einziger Nachteil beim Kauf einer gebrauchten Küche: Man muss sie selber abbauen, nach Hause transportieren und wieder aufbauen. Doch für solch einen Preisnachlass nahmen wir das gerne in Kauf und im Nachhinein würden wir es auch wieder so machen.

Nachdem wir nun den kompletten Kauf einer gebrauchten Küche miterlebt haben, möchte ich euch ein paar wertvolle Tipps mitgeben, was ihr bei solch einem Vorhaben beachten solltet:

1. Wahl der richtigen Küche

Im Internet werden viele gebrauchte Küchen angeboten. Man sollte vorher die Maße des Küchenzimmers ausmessen, damit man keine zu große Küche kauft. Ist der Raum länglich bietet sich ein Zeilenblock oder eine L-förmige Küche an, ist er eher quadratisch kann man eine U-förmige Küche nehmen. Wichtig ist, dass man genau darauf achtet, wo sich der Wasser- und Starkstromanschluss befindet. Denn dort sollten auch die Spüle, ggf. die Spülmaschine und der Herd gestellt werden. Bei unserer Küche waren die Geräte leider umgekehrt angeordnet, sodass wir eine neue Arbeitsplatte benötigt haben, um sie entsprechend aufstellen zu können. In der Regel braucht man sowieso eine neue Arbeitsplatte, da Küchen oft für ein spezielles Zimmer maßgefertigt wurden und somit selten exakt in einen anderen Raum passen.

2. Besichtigung der Küche

Natürlich sollte eine Küche nicht blind gekauft werden. Vor dem Kauf sollte man sich die Küche unverbindlich live anschauen. Hier ist es natürlich praktisch, wenn man eine Küche im nahen Umkreis von Zuhause findet. Wir hatten Glück, unsere Küche stand nur 10 Kilometer von unserer neuen Wohnung entfernt. Vor Ort sollte man alle Geräte ausprobieren und die Schubkästen und Schränkchen genau ansehen. Auch empfiehlt es sich, nochmal Maß von der Küche zu nehmen und diese mit dem Grundriss des eigenen Küchenraums zu vergleichen. Ist alles in Ordnung, kann man sich die Küche mit einer Anzahlung (Quittung nicht vergessen!) reservieren und einen Abholtermin vereinbaren.

3. Küchenabbau richtig organisieren

Eine zerlegte Küche kann man natürlich nicht im Auto transportieren. Am besten mietet man sich einen Sprinter, damit man die komplette Küche mit nur einer Fahrt zur neuen Wohnung bringen kann. Alternativ kann man sich auch einen großen Anhänger mieten, hier muss man aber besser schlichten und eventuell öfters Fahren als mit einem Sprinter.

Für den Abbau sollte man unbedingt Helfer organisieren. Unsere Küche musste vom dritten Stock ohne Aufzug nach unten gebracht werden; da war es gut, drei kräftige Männer mit dabei zu haben. Insgesamt haben wir für den Abbau ca. 1,5 Stunden gebraucht.

Damit man beim Aufbau wieder weiß, wo was hingehört, sollte man Fotos von der noch stehenden Küche machen. Am besten auch Detailaufnahmen und lieber zu viel als zu wenig fotografieren. Wir haben eher zu wenig Bilder gemacht und mussten bei den Sockelleisten lange überlegen, bis uns wieder eingefallen ist, wie sie befestigt waren. Die Schrauben für die einzelnen Möbelteile kann man gut in kleinen, beschrifteten Boxen aufbewahren. Somit verläuft der Aufbau viel schneller und ohne unnötiges Schraubensuchen.

4. Entsprechendes Werkzeug nicht vergessen!

Natürlich dürfen beim Abbau einer Küche folgende Materialien nicht fehlen: Akkuschrauber, unterschiedliche Schraubenzieher, rutschfeste Handschuhe, Zange, Sackkarre, Stift, Boxen für die Schrauben, Zettel zum Beschriften, Kamera.

5. Zeit für Aufbau einplanen!

Der Aufbau benötigt wesentlich mehr Zeit als der Abbau. Hier sollte man mindestens zwei Tage einplanen. Oftmals wird eine neue Arbeitsplatte benötigt, die man sich im Baumarkt zurecht schneiden lassen kann. Wichtig ist es, die Löcher für das Ceranfeld und die Spüle auf den Millimeter genau auszumessen. Wir haben das zum ersten Mal gemacht und unsere Arbeitsplatte passt perfekt – so schwer ist das Abmessen also nicht 😉

Ich habe mir das Auf- und Abbauen einer gebrauchten Küche aufwendiger und schwerer vorgestellt. Im Prinzip unterscheidet es sich nicht vom Aufbau eines Möbelstücks, wenn man erst einmal die Arbeitsplatte entfernt hat. Nur beim Starkstromanschluss sollte man sich einen Fachmann zu Hilfe nehmen, wenn man selbst ein Laie ist. Nach drei Tagen war unsere Küche betriebsbereit und passt von der Anordnung perfekt in den Raum. Wer mit dem Gedanken spielt, eine gebrauchte Küche zu kaufen, kann dies mit den vorherigen Überlegungen auf jeden Fall machen.

Reisen ist meine Leidenschaft. Ich bin gerne an verschiedenen Orten und lasse mich von der dortigen Mentalität und Kultur inspirieren. Egal ob Autoreisen oder mit dem Flugzeug, für mich ist bereits der Weg zum Urlaubsziel Teil der Reise. Zuhause unterhalte ich gerne unseren Hund oder probiere neue Rezepte in der Küche aus. Hier schreibe ich über alles, was mir im Leben begegnet und wovon ich begeistert bin.

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