Mit dem Infiniti Q30 unterwegs in Portugal

Kategorien Autowelt, Infiniti
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Der neue Infiniti Q30 – ein neukonzipierter Kompakt-SUV, der den europäischen Markt erobern soll – erwartete uns am Freitag Mittag vor dem Flughafen Lissabon. Insgesamt standen mehr als 15 Fahrzeuge mit unterschiedlichen Motorisierungen zu Verfügung. Wir entschieden uns zunächst den kleinen Diesel (1.5 d mit 109 PS) zu fahren, da diese Version wohl die attraktivste für den deutschen Markt sein dürfte und er die coole Außenlackierung mit dem Namen Liquid Copper hatte.

Q30

Los ging unser Q30-Roadtrip in das Hinterland von Lissabon. Auf den fast leeren Autobahnen – schließlich wird hier ordentlich Mautgebühr verlangt – konnten wir die technischen Features ausprobieren. Neben einem Tempomat und einem Spurhalteassistent verfügte der Q30 auch über einen Toten-Winkel-Warner, den ich besonders praktisch und wichtig finde. Leider hatte unser Fahrzeug keine Adaptive Cruise Control, die jedoch für die Q30 Modelle, die Anfang 2016 auf den Markt gehen, optional verfügbar sein wird. Der Tempomat lies sich über einen Extrahebel auf der linken Seite bedienen, im Bordcomputer wurden die erkannten Geschwindigkeitslimits angezeigt. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase verließen wir die fast ausschließlich geradeaus verlaufende Autobahn und setzten unsere Tour auf schmalen, älteren Landsträßchen fort. Der Q30 machte in den malerischen Kurven überraschend viel Spaß: Mit einem Drehmoment von “nur” 260 Nm konnte man ihn sehr dynamisch und dennoch effizient fahren (unser Durchschnittsverbrauch lag bei 5,7 l/100 km trotz sportlicher Fahrweise). Das niedrige Leergewicht von 1.464 kg trug dazu bei, dass sich der Q30 relativ zügig beschleunigen ließ.

Infiniti Q30 test

Um vom Hinterland in Richtung der spektakulären Atlantikküste zu gelangen, nahmen wir die N247 durch den Parque Natural de Sintra-Cascais. Unterwegs sind wir durch idyllische Ortschaften gefahren, in denen man sich leicht verfahren konnte. Doch dank der InTouch Navigation passierte uns das nur einmal. Parallel zur Straße verlief eine kleine Bahnstrecke, die vermutlich im Sommer gerne von Touristen genutzt wird. Bei diesem Stück  waren sehr langsame Portugiesen vor uns unterwegs, sodass uns der Q30 des Öfteren mit einem roten Warnsignal daran erinnerte, den Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten. Bei der nächsten Geraden nutzen wir unsere Gelegenheit und überholten die Langsamfahrer, was mit der 109 PS starken Dieselmotorisierung kein Problem war – für unsere Zwecke war er voll und ganz tauglich.

Kurz vor 15 Uhr erreichten wir die Küste, die sich schon aus der Ferne durch die meterhohen Wellen des Atlantiks ankündigte. Grund genug, um erst einmal eine Fahrpause zu machen und den Moment zusammen mit dem schicken Neuwagen auf einem Foto festzuhalten. Nach ca. 5 Kilometern Küstenstraße und einem grandiosen Panorama, kamen wir im Restaurant Monte Mar an. Wie der Name schon sagt, liegt dieses Lokal direkt an der Steiküste und ist nur durch ein paar Felsen vom Meer getrennt. Während des Essens, kann es passieren, dass man eine kühle Erfrischung erhält, da die Wellen mit einer immensen Kraft gegen die Felswand prallen.

Infiniti Q30 test

Infiniti Q30 test

Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt hatten, ging unsere Fahrt weiter durch den Ort Cascais (hier sollte man unbedingt einen Stopp einlegen) zurück nach Lissabon, genauer gesagt zum Hotel Palacio do Governador. Hier war für uns der erste Testfahrt-Tag mit dem Q30 zu Ende.

Infiniti Q30 test

Am nächsten Tag sollte ein grauer Infiniti Q30 2.0t mit 211 PS und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe unser Begleiter sein. Mit serienmäßigen Allradantrieb und der Karosserie in der Variante “Sport” ausgestattet ging es für ein Fotoshooting nochmal an die Steilküste. Der Motorsound, der beim Diesel überraschend leise war, wird beim Benziner künstlich etwas verstärkt. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Fahrzeugen war die Ausstattung: Die Sportversion des zweiten Infiniti sorgte dafür, dass das Fahrwerk etwas härter gefedert ist und man ein bisschen mehr von der Straße spürt. Zwar ist die Beschleunigungszeit des Benziners geringer, allerdings verbraucht dieser auch gut 3 Liter mehr.  Für mich würde der kleine Diesel im Alltag völlig ausreichen, da man mit ihm nicht allzu viel langsamer unterwegs ist und zudem fast um die Hälfte weniger verbraucht. Doch zurück zum Allradantrieb: Dieser musste sich auf einem steinigen Stück an der Küste kaum bemühen, bei einem Abstecher über sandigen Untergrund funktionierte er sehr reaktionsschnell. Der Q30, der im Prinzip der etwas schickere Mercedes GLA ist, hat eine erhöhte Bodenfreiheit, sodass auch in der Sportversion Bordsteine kein Problem sein dürften.

Infiniti Q30 test

Infiniti Q30 test

Ein weiteres Ziel an diesem Tag war die Ponte 25 de Abril, sozusagen die europäische Golden Gate Bridge, die Lissabon mit der Stadt Almada verbindet. Da wir auf der Brücke nicht stehen bleiben konnten – schließlich verläuft auf ihr eine sechsspurige Autobahn – suchten wir uns am frühen Abend eine Location, von der aus wir einen ausgezeichneten Blick auf die Ponte hatten. Glücklicherweise erwischten wir die blaue Stunde, sodass ein ausgezeichnetes Foto vom Q30 und der Brücke in der Abenddämmerung entstanden ist.

Infiniti Q30 test

Infiniti Q30 test

Nachdem es die ersten beiden Tage sehr sonnig war, hatten wir am Sonntag Vormittag Dauerregen. Doch dies war für unseren Q30-Test nicht weiter schlimm, da wir somit auch die Scheibenwischerautomatik und die Fahrstabilität auf Wasser ausprobieren konnten. Auf den portugiesischen Straßen sammelte sich relativ schnell viel Wasser an, sodass zentimeterhohe Pfützen am Rand zum Durchfahren einluden. Uns und dem Q30 konnte das Wasser nichts antun, das Fahrzeug (nur der Frontantrieb) lies sich kaum aus seiner Spur bringen.

Infiniti Q30

Infiniti Q30

Fazit zum Q30:

Ich muss zugeben, ich bin schon immer ein Infiniti-Fan! Grund dafür ist das besondere Design der Marke – schnittige Formen und einen Erkennungswert zeichnen eben Infiniti Fahrzeuge aus. Beim Q30 überzeugte mich nun auch die Technik: Gab es beim Q50 doch noch Kleinigkeiten, wie beispielsweise das Automatikgetriebe und die Lautstärke des Dieselmotors, die nicht optimal waren, so sind diese beim Q30 ausgemerzt. Dank der Kooperation mit Daimler steckt nun modernste Technik in dem kleinen Kompakt-SUV. Und zugegeben, trotz der gemeinsamen Modularen Frontantriebsarchitektur und vielen ähnlichen Komponenten zwischen dem Mercedes GLA und dem Q30 ist der neue Infiniti der “Coolere” der beiden, da er noch dazu vom Exterieur überzeugen kann.

Infiniti Q30 test

 

Reisen ist meine Leidenschaft. Ich bin gerne an verschiedenen Orten und lasse mich von der dortigen Mentalität und Kultur inspirieren. Egal ob Autoreisen oder mit dem Flugzeug, für mich ist bereits der Weg zum Urlaubsziel Teil der Reise. Zuhause unterhalte ich gerne unseren Hund oder probiere neue Rezepte in der Küche aus. Hier schreibe ich über alles, was mir im Leben begegnet und wovon ich begeistert bin.

3 Gedanken zu „Mit dem Infiniti Q30 unterwegs in Portugal

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